Wohin wird es in 2017 gehen???!!!

 

Ja, da hat Robert schon mal die richtige Frage gestellt. Wobei - wenn ich ehrlich bin - ich überhaupt Zweifel habe, ob es 2017 IRGENDWO gemeinsam hingeht (oder darf man das hier jetzt nicht schreiben?).

Na, egal, ich stelle jetzt einfach mal die beiden bisher diskutierten Alternativen ein und warte die weitere Diskussion ab. Zumindest einen Termin hätten wir schon: 15.-28.06.2017. In der Hoffnung, dass der Wettergott im nächsten Jahr mal wieder mitspielt.

Alternative 1 - BRD-Umfahrung

BRD Ansicht

 

Rund 5.500 km, inspiriert von www.textblue.de (der auch noch ein paar andere schöne Deutschlandtouren eingestellt hat und dessen Tourtipps hinsichtlich Übernachtung und Verpflegung und Sehenswürdigkeiten vorbildlich ausgearbeitet sind).

Meiner Meinung nach wenig abenteuerlich, aber sicherlich mit einigen interessanten deutschen Orten, Ecken, Plätzen. Warum nicht, aber vielleicht kann ich das auch noch fahren, wenn ich zum Aufsteigen einen Zivi brauche. Wenn Ernst wirklich mitfährt, bin ich aber zu jedem Kompromiss bereit.

 

Alternative 2 - Ostseerunde

Ostseerunde Ansicht

 

Auch rund 5.500 km, etwas schwieriger zu fahren (vermutlich, die Straßenverhältnisse sind mir nicht wirklich bekannt). Landschaftlich m.E. deutlich abwechslungsreicher und ja, ich bin Bayer, liebe aber die Küste (die Berge auch).

Selbstverständlich gäbe es da noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten. Allerdings habe ich mich noch gar nicht wirklich getraut die Balkantour erneut ins Gespräch zu bringen (Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich).

Der Mensch wächst ja mit seinen Aufgaben ;-)

Sollte jemand, den es auf unsere Seite verschlagen hat, Interesse haben mitzufahren - grundsätzlich gerne (vorher ein paar Tagestouren, damit man sieht ob es fahrerisch und menschlich passt), allerdings wollen wir die Gruppengröße auch nicht überstrapazieren (also sorry, falls wir absagen müssten).

Ansonsten wäre ich an Tipps und Hinweisen zu unseren Touralternativen 2017 sehr interessiert, also gerne per E-Mail oder als Gästebucheintrag.

So, jetzt warte ich mal die Kritik meiner Mitfahrer ab und geniesse den schönen Tag beim Spazierengehen.

Franz - 20.11.2016

 

Ich komme ja kaum mit dem Lesen nach soviel tut sich hier.

Nun gut, nachdem die Ostseerunde in der Gruppe wohl gestorben ist (für mich noch nicht) stelle ich mal den augenblicklich meistdiskutierten Vorschlag noch rein - Frankreich mit "Route des Grandes Alpes", warmfahren in den Vogesen und dann ab ans Mittelmeer mit jeder Menge Pässe. Da wir die Abfahrt um eine Woche vorverlegt haben (Zähler deshalb falsch, nur noch 116 Tage) hoffe ich mal auf einen frühen Sommer damit die Pässe alle frei sind.

Alternative 3 - Vogesen und Route des Grandes Alpes

 Frankreich gesamt

 

Die Vogesen im Detail:

Frankreich Vogesen

 

und im Detail die Route des Grandes Alpes:

 Frankreich RdGA

 

Übrigens: sollte sich noch jemand auf diese Seite verirren - Mitfahrer sind willkommen (okay, vorher sollte man schon mal eine Tagestour zusammen gemacht haben).

12.02.2017 - Franz

 

 

So, vorbei, aus, Ende - jetzt folgt - diesmal alles auf einmal - wieder der Tourbericht (also meiner, der von den anderen Mitfahrern fehlt offensichtlich noch):

 Wie immer, wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

 

... von den anderen Mitfahrern fehlt noch.

Anmerkung Joe: Der folgende Tourenbericht von Franz inklusive Bilder wurde aus meiner Sicht NAHEZU PERFEKT festgehalten! Bis auf einige Ergänzungen  ;o))

Herzlichen Dank für Deine Mühe, herausragende Tourplanung und Berichterstattung, wirklich toll gemacht!!!!

 

 

Tag 01 – 08.06.2017

Wir werden von Robert und Ernst verabschiedet (Robert kommt sicherheitshalber mit der Harley, damit er nicht mitfahren muss).

Die Strecke ist teilweise bekannt und bis Mittag ist es ganz schön frisch. Wie immer will Joes Navi (Achtung Garmin 390) nicht so wie er und auch nicht so wie die Strecke ursprünglich geplant war, aber wir sind ja flexibel (d.h. ich nicht so, wie sich später noch herausstellen wird). Es gibt eine Menge Baustellen auf der Strecke und kurz vor Bad Krozingen (meine Mitreisenden wollen nicht in Freiburg übernachten – schade) besteigen wir noch in einem Wein“hügel“ einen kleinen Aussichtsturm.

Abends im Biergarten finden sich ein paar Kurgäste (nein: keine ..schatten) mit denen wir einen lustigen Abend erleben.

 

Statistik:

Abfahrt: 08:30 Uhr, Inningen

Ankunft: 17:15 Uhr, Bad Krozingen

443 km

Guide: Joe

 

 

Tag 02 – 09.06.2017

Auf zumindest teilweise bekannten Straßen bestreiten wir unsere erste Vogesenrunde. Tolle kleine Sträßchen, es geht bergauf und bergab (wie sich später herausstellen wird haben wir das Vergnügen nun täglich). Lediglich die Anfahrt von Bad Krozingen über die Grenze zu unseren französischen Nachbarn ist etwas langweilig, aber es sind ja nur ein paar Kilometer. Von 10-12 Uhr kommen wir in eine kleine Regenschauer und ich verfluche mal wieder meinen Pharao-Anzug, das Sch..teil kommt demnächst in die Altkleidersammlung.

 

... das Sch..teil kommt demnächst in die Altkleidersammlung.

Anmerkung Joe: Auf keinen Fall!!! Als "Regenverhinderer" hat das Teil wärend der restlichen Tour hervorragend funktioniert.  :-)

Die Erkenntnis, dass ich in der Gruppenzusammenstellung fehl am Platze bin, weil zu langsam, beginnt zu reifen. Ärgerlich ist auch, dass sich meine Kamera nicht mehr laden lässt. Alle weiteren Bilder kommen also vom Mobilphone (sorry, meines ist da für Landschaftsaufnahmen nicht wirklich geeignet).

Statistik:

Abfahrt: 08:45 Uhr, Bad Krozingen

Ankunft: 16:45 Uhr, Bad Krozingen

361 km

Guide: wechselnd, da Joes Navi immer noch Probleme macht

 

Tag 03 – 10.06.2017

Weil auch die anderen erkannt haben, dass ich nicht fahren kann, darf ich heute vorausgurken. Das hebt meine Laune nicht, ich fühle mich unter Druck und mache Fehler, diese ärgern mich und ich mache deshalb weitere Fehler, welche mich wieder ärgern …..

Nun gut, die zweite Vogesenrunde hat ein paar Wiederholungen, ist aber trotzdem sehr schön. Der ohnehin schon starke Verkehr (es ist Samstag) wird durch ein Radrennen getopt, das über zwei kleine Pässe führt, die ebenfalls auf unserer Route liegen. Geschätzte 300 Radfahrer kommen uns (Gott sei Dank) auf der nicht gesperrten Strecke entgegen. Trotzdem ist natürlich Vorsicht angesagt, da die Radfahrer nicht immer auf ihrer Fahrbahnseite bleiben und außerdem von anderen Verkehrsteilnehmern überholt werden. Andere Radfahrer wiederum gehen uns aus dem Weg:

 

Wir übernachten in Belfort und feiern abends ein wenig in einem ital. Lokal (in Frankreich).

 

 

Statistik:

Abfahrt: 08:45 Uhr, Bad Krozingen

Ankunft: 17:00 Uhr, Belfort

437 km

Guide: Franz

 

Tag 04 – 11.06.2017

Von den Vogesen

 

 

 

geht es an den Genfer See 

und wir beginnen sogar noch die nächste Tagestour der Route des Grandes Alpes, meinem eigentlichen Ziel dieses Mopedurlaubs.

 

Diese Route wollte ich immer schon mal fahren. Die Tagestour an sich, durch die Schweiz und wieder zurück nach Frankreich ist (trotz der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h, die Tobi gewaltig nervt) abwechslungsreich und landschaftlich sehr schön. Die „Umfahrung“ des Genfer Sees bei bis zu 33 Grad Celsius jedoch eine Tortour.

Ich komme nur sporadisch ins Fahren rein und bin gestresst. Tobi muss immer wieder auf mich warten. Als ich das am Abend dann anspreche und entsprechende Vorschläge unterbreite (getrenntes Fahren, gemeinsame Abende) entsteht eine nicht unerhebliche Spannung. Ich lasse mich nochmals auf Joes Vorschlag ein und fahre morgen teilweise voraus.

Wir übernachten in Beaufort in einem Best Western, das besser über den Sommer schließen würde. Überhaupt kommen wir durch einen Geister-Wintersportort nach dem anderen.

Statistik:

Abfahrt: 08:45 Uhr, Belfort

Ankunft: 17:30 Uhr, Beaufort

421 km

Guide: Tobi

 

Tag 05 – 12.06.2017

Wie vereinbart führe ich bis zum Ende der geplanten Tagestour 05, was wir gegen Mittag erreichen.

 

Dann geht es teilweise alleine weiter, bis wir uns abends wieder treffen. Die Strecke führt fast bis zum Col de Gabilier und überquert den Col de Iseran, also den höchsten Alpenpass überhaupt, der schneebedingt auch erst am Freitag vorher geöffnet wurde (Glück gehabt).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einer Kehre hat ein anderer deutscher Mopedfahrer die Kurve nicht gekriegt und wie ziehen mit vereinten Kräften das Moped den Abhang wieder hoch. Glücklicherweise ist der Fahrer unverletzt und auch das Moped hat nur kleine Schäden, so dass er die Fahrt (nach Überwindung des Schocks) wohl fortsetzen kann.

Wir übernachten in Valloire im Hotel Le Crèt-rond, einem Tourenfahrer-Hotel und sind –trotz der einfachen Zimmer- begeistert. Die haben sich wirklich Mühe gegeben.

Statistik:

Abfahrt: 08:00 Uhr, Beaufort

Ankunft: 18:00 Uhr, Valloire

305 km

Guide: bis Mittag ich, dann teilweise alleine gefahren

 

Tag 06 – 13.06.2017

Der frühe Vogel .....

... Der frühe Vogel .....    Anmerkung Joe: Einer muß ja den Tagesbeginn ^ ^ einläuten und die Garage öffnen ;o)

 

Auch heute kann ich nicht wirklich mithalten und lasse mich –wie vereinbart- zurückfallen und cruise alleine weiter. Der Col de Galibier macht den Anfang und auch Spaß.

(wer findet das Murmeltier?)

 

Mittags hatten wir uns am Ende der geplanten Tagestour 06 in Barcelonette verabredet. Allerdings verpassen wir uns und unsere telefonische Kontaktaufnahme mit der Vereinbarung uns am ersten Ort der Extrarunde Pässe (Tagestour 071) zu treffen geht schief, da Joe und Tobi (ja, ich habe das in Basecamp nochmal geprüft) die falsche Richtung einschlagen und die Tour rückwärts abfahren (ich plädiere für ein neues Navi, Joe).

Ich fahre den Col de la Bonette zuerstmal von Nord nach Süd alleine und bin begeistert. Auch wenn es nur der zweithöchste Pass ist (die Stichstraßen zum Gipfel sind schneebedingt noch gesperrt) Auffahrt und Ausblick sind grandios.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Col de la Bonette)

 

Auch ein Extra-Stich in ein kleines Bergdorf mit schöner Kirche und tollem Aussichtspunkt erweist sich als Glücksfall.

 

 

Nach telefonischer Abstimmung buche ich ein Hotel und dort treffen wir uns dann auch zuverlässig.

Statistik:

Abfahrt: 08:15 Uhr, Valloire

Ankunft: 17:30 Uhr, ??     >> 18:30 Uhr

332 km

Guide: überwiegend alleine gefahren

 

Tag 07 – 14.06.2017

Ich entscheide morgens, die Extrarunde nicht in meiner Richtung sondern mit Joe und Tobi zusammen zu fahren, damit gönne ich mir den Col de la Bonette nochmal von Süd nach Nord und bereue es nicht. Gigantisch, das sollte man erlebt haben.

Von Barcelonette aus geht es dann wieder auf der RdGA Richtung Süden weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Spontan entschließen wir, uns die letzten Kilometer bis Nizza zu schenken und kürzen nach San Remo ab um dem Verkehr auf der Küstenstraße wenigstens zum Teil zu entgehen.

Joe wird noch zum Eichhörnchenmörder, was im Tobi im weiter Verlauf der Reise noch gerne mal aufs Butterbrot (wahlweise Baguette oder ital. Brioche) schmiert. Die Straßen sind überwiegend eng und an einer Stelle verhaken sich Joes Moped und ein Lkw mit Tieflader. Wir müssen Joe rückwärts ziehen (er ist vorher abgestiegen), damit der Lkw mit Tieflader durchkommt.

In San Remo sind wir super zentral im Hotel Lolli Palace (bitte keine anzüglichen Kommentare) untergebracht und bekommen sogar einen Garagenplatz spendiert.

... Eichhörnchenmörder ...    Anmerkung Joe: Von Mord kann hier keine Rede sein, höchstens Selbstmord von dem kleinen Nager. Ich hatte KEINE Ausweichmöglichkeit   :-/

... enge Straßen ...    Anmerkung Joe: Respekt vor dem LKW Fahrer! Wer mit einem Auflieger durch diese enge Bergstraßen/Kehren manöverieren kann ist ein Meister des Lenkrades! Und glücklicherweise hat er mich und das Moped an der Brückenkehre verschont! MERCI, oder doch schon: GRAZIE?!

 Die Temperatur hat heute 35 Grad Celsius erreicht und wir sind ziemlich kaputt. Als Ausgleich gibt es ein schönes franz. Essen (aber Preise haben die!) im Zentrum bevor wir (wie immer) ins Bett fallen.

Statistik:

Abfahrt: 08:15 Uhr, ??     ^ ^

Ankunft: 18:45 Uhr, San Remo

388 km

Guide: Joe

 

Tag 08 – 15.06.2017

Heute starten wir Richtung Gardasee, auch wenn es zuerst etwas langweilig und langwierig an der Küste entlang geht. Später werden die Straßen wieder kurviger und enger mit einigen klitzekleinen (Fast-)Offroad-Passagen. Joe behauptet mein Navi hätte eine GS-Option, obwohl ja überwiegend er vorausfährt. Außerdem hat er fälschlicherweise behauptet in Italien wären die Straßen besser).

... GS-Option.    Anmerkung Joe: Hat er, ganz sicher :-))

... in Italien wären die Straßen besser.    Anmerkung Joe: Wurden sie auch später (Trentin, Dolomiten, ...)

 

 

 

Bei einem kleinen Stopp zum Auffüllen der Wasservorräte (es hat wieder 35 Grad) wird Joes Moped von einem Italiener (da sind wir mittlerweile wieder) am linken Koffer touchiert. Der Schaden wird bar reguliert, ist aber natürlich trotzdem sehr ärgerlich.

Weiter geht es Richtung Nordost und ein kleiner Regenschauer bringt nur unwesentliche Abkühlung.

Wir finden einen kleinen Berggasthof (Name ? >> Hotel/Gasthof Filietto, bei Bobbio, PC). Die Zimmer sind einfach, aber das Essen phantastisch, das Beste auf dieser Reise. Leider will die Wirtin das Rezept für die „Hasenöhrl“ (oder wie immer sie die Dinger auch genannt hat) nicht rausrücken. Da kann nur ein Grappa trösten.

 

 

Etwas ärgerlich finde ich, das das anvisierte Zusammentreffen mit Robert am Idrosee nicht stattfinden wird, also noch ein Grappa!

Statistik:

Abfahrt: 08:15 Uhr, San Remo

Ankunft: 18:30 Uhr, Nähe Nosia

365 km

Guide: Joe (wenn ich mich recht entsinne)

 

Tag 09 – 16.06.2017

Weiter geht es zum Idrosee. Zuerst heißt es aber die langweilige (fahrerisch) Poebene zu durchqueren, was durch eine gesperrte Brücke nicht interessanter wird. Heute bin zur Abwechslung mal nicht ich der Störenfried sondern Joe und Tobi rangeln sich (verbal). Das Hotel wird nur für eine Nacht gebucht, da wir (es kommt ja auch keiner nach!!! Nur damit das nicht vergessen wird.) uns entschließen die restlichen Tage nicht am Idrosee zu verbringen sondern in die Dolomiten bzw. das Trentin weiterzufahren. Joes Lieblingshotel dort ist leider ausgebucht, aber mit dem Hotel Cristallo in Levico Terme kann man auch leben.

Statistik:

Abfahrt: 08:15 Uhr, Nähe Nosia

Ankunft: 17:15 Uhr, Idrosee

365 km

Guide: Joe und ich

 

Tag 10 – 17.06.2017

Heute gehe ich wieder alleine auf die Reise. Vom Idrosee über den Ledrosee und einer Vielzahl kleinerer Passstraßen geht es nach Levico Terme.

Da ich wegen meiner Tourwahl (ich habe 20 Kilometer weniger als die anderen Beiden) zuerst am Hotel bin, schnappe ich mir das Einzelzimmer (organisiere aber für die Anderen die Familiensuite mit zwei Schlafräumen, statt eines Doppelzimmers) und genieße schon mal den Pool.

Das Hotel gehört zum MoHo-Verbund und entsprechend viele Motorradfahrer (sowie einige ausgezehrte Radfahrer) sind auch hier. Die inkludierte ¾-Pension macht satt, ist aber kein kulinarisches Highlight. Insbesondere Tobi muss leiden, da vegetarische Alternativen dort noch im Zustand der Entwicklung sind. Ein am zweiten Tag (ich greife vor) servierter Rohkostteller stellt kein vegetarisches Gericht dar und war darüber hinaus mehr als dürftig.

 

Der eine oder andere Euro steht in der Garage:

Statistik:

Abfahrt: 08:30 Uhr, Idrosee

Ankunft: 14:00 Uhr, Levico Terme

181 km

Guide: alleine gefahren

 

Tag 11 – 18.06.2017

Statt des ursprünglich geplanten Ruhetages haben wir die vom Hotelier zur Verfügung gestellte Route „Kaiserjägertour“ runtergeladen und los geht es. Joe und ich haben vereinbart, dass wenn ich mich zurückfallen lasse, keiner warten oder gar umdrehen muss und deshalb fahren wir auch nur die erste Stunde gemeinsam, dann lasse ich es ruhiger angehen. Leider habe ich Tobi nicht informiert (sorry), so dass er kurzfristig verwirrt ist (bin ich immer).

Bei bestem Wetter also wieder rauf und runter und eine Kurve nach der anderen.

 

 

 

 

 

 

 

Hände und Handgelenke machen da nicht mehr lange mit, alles fühlt sich bis rauf zur Schulter an wie Matsch, aber da muss man durch.

Statistik:

Abfahrt: 08:30 Uhr, Levico Terme

Ankunft: 13:45 Uhr, Levico Terme

220 km

Guide: überwiegend alleine gefahren

 

Tag 12 – 19.06.2017

Auch der zweite Ruhetag wird gestrichen (nur Tobi ist schlauer und bleibt am Pool – was er aber am Abend bereut, rot wie er ist). Joe und ich laden wieder eine Tour vom Hotelrechner und starten. Nach der ersten Stunde kommt jedoch wieder die Erkenntnis, das auf Joes Navi nicht viel Verlass ist, da wir zuerst wieder die gestrige Strecke unter dem Reifen haben. Nach einer kleinen Korrektur gelingt es uns dann aber doch noch die richtige Tour zu finden. Der Passo Rollo wäre dabei ein Höhepunkt, ist aber wohl seit meinem letzten Besuch hier fast vollständig auf 60 km/h beschränkt.

 

Am Nachmittag ist dann wieder Pool und Ruhe angesagt, die ich gut gebrauchen kann – bin ja schließlich nicht mehr der Jüngste.

Statistik:

Abfahrt: 08:30 Uhr, Levico Terme

Ankunft: 13:00 Uhr, Levico Terme

186 km

Guide: Joe

 

Tag 13 – 20.06.2017

Einen Tag früher als geplant geht es zurück in die Heimat. Nach ein paar kleinen Dolomitenpässen geht es durch Bozen zum Brenner. Der von mir geplante Einkaufsbummel im Brenneroutlet entfällt, da wegen des Markttages ein irrsinniger Betrieb herrscht. So habe ich nicht nur Kohle gespart sondern es geht auch zügig über Innsbruck, Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau nach Hause.

Ein kühles Bad verhindert den bei bis zu 36 Grad Celsius nicht unwahrscheinlichen Hitzetod.

Statistik:

Abfahrt: 08:00 Uhr, Levico Terme

Ankunft: 16:00 Uhr, Augsburg

400 km

Guide: Joe (bis Garmisch, dann alleine)

 

Fazit:

Die Route des Grandes Alpes wollte ich immer schon mal fahren und ich kann nur sagen: vom Feinsten, Kurven satt und überwältigende Ausblicke auf den Passhöhen. Wenn man einigermaßen schwindelfrei ist und mit diesen kleinen Mäuerchen (falls überhaupt) vor dem Abhang klarkommt – nichts wie hin.

Die Stimmung in der Truppe war wegen der unterschiedlichen Fahrweise und des unterschiedlichen Fahrkönnens (auf einer Skala von 1-10: Tobi und Joe 9, ich 3) teilweise etwas angespannt. Gefehlt hat meines Erachtens auch das abendliche Pub mit Guinness, da löst sich die eine oder andere Spannung „ganz von alleine“.

Für mich persönlich steht in jedem Fall fest, wenn ich nochmal so eine Tour mitmache (und mit plane), dann mit fixen Tageszielen, weniger Kilometern pro Tag und damit mehr Zeit fürs Schauen und die Kultur und dringend mit einer besser abgestimmten Routenplanung (gleiche Einstellungen, Übertragung von einem PC, ggf. fahren nach Tracks, usw.). Auch die wechselnde Guidefunktion hat sich meiner Ansicht nach nicht bewährt (das Nächstemal fahre NUR ICH voraus ;-) ).

Trotzdem, 4.414 Kilometer ohne größere Zwischenfälle, alle unversehrt und mit (fast) unversehrten Mopeds wieder zurück.

Ich bitte auf alle Fälle Tobi und Joe um eigene Berichte oder Ergänzungen (Fotos, Fragezeichen) und freue mich auf das nächste madhouse.

 

21.06.2017 - Franz

 

Fazit:   

Wer jemals Kurven sucht wird auf der Route des Grandes Alpes wirklich fündig!

Da können manche Biker ihre Reifen bereits nach gut 3.000 km bereits an die Grenzen des gesetzlich erlaubten herunter fahren! Oder?!?   ;o)  

Ja, die Stimmung war dieses Mal zeitweise doch eine Probe für uns alle. Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von Franz ganz und gar an. WIRKLICH GUT, DANKESCHÖN ^^

Anderes Navi??   Vermutlich schon ...  :oI

 

21.06 2017  -  Joe

Kommentar als Nichtfahrer :-(

Wie schon immer gesagt..... @Franz Du solltest dringend zum Buchschreiber werden. Wie immer sehr schön geschrieben und vom Anfang bis Ende spannend.
Wenn ich dabei gewesen wäre, dann sicherlich als langsamster diesmal.....
Ich fahre sicherlich wieder mit und werde mein bestes geben. Schließlich hattest Du in diesem Jahr während des Berichtes keine Massage :-)

Freue mich, dass ihr wieder gesund zurück gekommen seid.

22.06.2017 - Robert

 

2. und verspäteter Kommentar als Nichtfahrer.................

@ Franz: Du hast wieder in Wort und Bild die Tour wieder hervorragend wiedergegeben. Der Robert hat recht, Du solltest unbedingt als Reiseberichtserstatter fungieren. Wäre ein Job dann wenn Du Rentner (oh Verzeihung) Pensionist bist.

Dass vielleicht alles nicht so gelaufen ist, wie geplant, liegt m.E. in der Natur der Sache.

Unter den Strapazen bei Temparaturen von meistens über 30 ° und anspruchsvoller und evt. unterschiedlicher  Fahrweisen mit evt. (wie vom Franz schon angesprochenen) zu langen Tagesetappen, tragen unweigerlich zu

zwischenmenschlichen Differenzen bei.

Diese sollten doch aber nach überstandener Tour doch aufgearbeitet und wieder ins Lot gebracht werden können.

Dies wäre mein Wunsch für das Weiterbestehen der SouthSideBiker oder zumindestens der SouthSideKICKERS wie der Franz jetzt geändert hat.

Jungs, Hauptsache ist doch, daß niemandem etwas passiert ist und ihr wieder unfallfrei und gesund wieder heim gekommen seid.

7.7.2017 - (17,17 Uhr) historisches Datum - Oldtimer-Ernst